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Kontoauszug verloren? So fordern Sie ihn nach

Wie Sie einen verlorenen Kontoauszug wiederbekommen, was das Nachfordern bei der Bank kostet und warum das Online-Banking oft der schnellere Weg ist.

VonNico Genz

Ein Kontoauszug fehlt: für die Steuererklärung, als Zahlungsnachweis oder für die Buchhaltung. Kein Grund zur Panik, denn in den meisten Fällen lässt er sich wiederbeschaffen. Der Weg dahin ist unterschiedlich aufwendig, und einer davon ist deutlich günstiger als die anderen. So gehen Sie vor.

Zuerst: im Online-Banking nachsehen

Bevor Sie irgendwo anfragen, lohnt der Blick ins Online-Banking. Viele Auszüge, die man verloren glaubt, liegen dort noch im elektronischen Postfach oder lassen sich über die Umsatzanzeige erneut als PDF erzeugen. Das ist der schnellste und meist kostenlose Weg.

Wie lange Auszüge dort verfügbar sind, ist allerdings begrenzt und von Bank zu Bank verschieden. Die Details stehen im Beitrag Wie lange sind Kontoauszüge im Online-Banking verfügbar. Finden Sie den Auszug dort noch, laden Sie ihn herunter und legen ihn diesmal geordnet ab.

Wenn der Auszug online nicht mehr da ist

Ist der Zeitraum zu lange her oder das Konto bereits geschlossen, hilft nur die Nachforderung bei der Bank. Zwei Punkte sollten Sie dabei kennen:

  • Es kostet meist Geld. Banken dürfen für die Nachforderung älterer Auszüge in der Regel ein Entgelt verlangen, oft pro Auszug oder pro Vorgang. Die Höhe steht im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank.
  • Es dauert. Anders als der Klick im Online-Banking braucht die Nachforderung Bearbeitungszeit.

Fragen Sie gezielt nach dem benötigten Zeitraum. Je genauer Sie sagen, welchen Auszug Sie brauchen, desto schneller und günstiger geht es meist.

Wie lange die Bank überhaupt zurückreicht

Ihre Bank hält Kontodaten nicht unbegrenzt vor. Für die meisten Belege gelten mehrjährige Aufbewahrungsfristen, innerhalb derer eine Nachforderung realistisch ist. Was deutlich länger zurückliegt, ist unter Umständen nicht mehr zu bekommen. Umso wichtiger ist, Auszüge rechtzeitig selbst zu sichern, statt sich auf die Bank zu verlassen.

Für Selbstständige ist das ohnehin Pflicht: Kontoauszüge sind Buchungsbelege und acht Jahre aufzubewahren. Mehr dazu im Beitrag Kontoauszüge aufbewahren.

Am besten gar nicht erst verlieren

Der zuverlässigste Schutz ist eine feste Gewohnheit: Auszüge regelmäßig herunterladen, geordnet ablegen, ein Backup anlegen. Wenn Sie die PDFs ohnehin sichern, können Sie sie mit SmartKontoauszug gleich in eine Excel- oder CSV-Datei umwandeln und haben alle Buchungen zusätzlich in einer durchsuchbaren Tabelle. Welche Banken unterstützt werden, sehen Sie unter Kontoauszug umwandeln. Wie Sie eine lückenlose Ablage aufbauen, zeigt der Beitrag Kontoauszüge digitalisieren.

Häufige Fragen

Wo finde ich einen verlorenen Kontoauszug zuerst? Im Online-Banking. Oft liegt er noch im elektronischen Postfach oder lässt sich über die Umsatzanzeige erneut als PDF erzeugen, meist kostenlos.

Was kostet die Nachforderung bei der Bank? In der Regel ein Entgelt pro Auszug oder Vorgang. Die genaue Höhe steht im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank.

Wie weit zurück kann ich Auszüge nachfordern? Meist im Rahmen der mehrjährigen Aufbewahrungsfristen. Was deutlich länger zurückliegt, ist unter Umständen nicht mehr verfügbar.

Wie vermeide ich das Problem künftig? Laden Sie Auszüge regelmäßig herunter und legen Sie sie geordnet mit Backup ab. Als Selbstständiger ist das wegen der achtjährigen Aufbewahrungspflicht ohnehin nötig.