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GVC: die Geschäftsvorfallcodes im Kontoauszug erklärt

Was der dreistellige Geschäftsvorfallcode im Kontoauszug bedeutet, wo er steht und warum ein unbekannter GVC beim Import Buchungen falsch zuordnen kann.

VonNico Genz

Wer einen elektronischen Kontoauszug genauer ansieht, entdeckt bei jeder Buchung eine dreistellige Zahl, die auf den ersten Blick nichts sagt: den Geschäftsvorfallcode, kurz GVC. Er verrät, um welche Art von Buchung es sich handelt, und spielt beim Einlesen in Buchhaltungssoftware eine wichtige Rolle. Wir schauen uns an, was dahintersteckt.

Was der GVC ist

Der Geschäftsvorfallcode ist ein dreistelliger Zahlenschlüssel, der die Art einer Buchung kennzeichnet. Er unterscheidet technisch, ob es sich um eine Überweisung, eine Lastschrift, einen Kontoabschluss, eine Gebühr oder einen anderen Vorgang handelt.

Festgelegt wird der GVC von der Deutschen Kreditwirtschaft im DFÜ-Abkommen. Alle deutschen Banken verwenden damit dieselben Codes, was maschinelles Auswerten überhaupt erst möglich macht: Eine Software erkennt am GVC, wie sie eine Buchung behandeln soll.

Wo er steht

Im MT940-Format steht der GVC am Anfang des Feldes :86:, also genau an den ersten drei Stellen, bevor die weiteren Angaben zur Buchung folgen. Wie das Feld :86: insgesamt aufgebaut ist, erklärt der Beitrag MT940-Format erklärt.

Ein Beispiel aus einem MT940-Auszug:

:86:105?00LASTSCHRIFT?20Stromabschlag Juni?32STADTWERKE MUSTER

Die führende 105 ist hier der GVC und steht für eine Lastschrift. Erst danach kommen Buchungstext, Verwendungszweck und Empfänger.

Ein paar typische Codes

Die genaue Bedeutung jedes Codes regelt die offizielle Liste der Deutschen Kreditwirtschaft. Zwei häufige zur Veranschaulichung:

  • 051 kennzeichnet eine Überweisung(sgutschrift).
  • 105 kennzeichnet eine Lastschrift.

Grob lassen sich die Codes nach Vorgangsart gruppieren, etwa Gutschriften, Lastschriften, Daueraufträge, Entgelte und Kontoabschlüsse. Für den Alltag müssen Sie die Codes nicht auswendig kennen. Wichtig ist zu wissen, dass es sie gibt und welche Rolle sie beim Import spielen.

Warum ein unbekannter GVC Probleme macht

Beim Einlesen in Buchhaltungssoftware nutzen viele Programme den GVC, um Buchungen automatisch vorzusortieren, etwa um Gebühren, Lastschriften und Gutschriften zu unterscheiden. Trifft die Software auf einen Code, den sie nicht kennt oder nicht zugeordnet hat, kann sie die Buchung falsch einordnen oder gar nicht verarbeiten.

Solche Fälle treten zum Beispiel auf, wenn eine Bank einen selteneren Code verwendet oder wenn eine Buchungsregel im Programm einen bestimmten GVC nicht abdeckt. Wenn eine einzelne Buchung nach dem Import an der falschen Stelle landet, lohnt der Blick auf ihren GVC.

Die Auszüge übersichtlich aufbereiten

Mit SmartKontoauszug wandeln Sie Ihren PDF-Kontoauszug in eine Excel-, CSV- oder MT940-Datei um und haben die Buchungen in einer klaren Struktur. So können Sie Vorgänge nach Empfänger und Verwendungszweck sortieren und behalten den Überblick, auch ohne jeden GVC einzeln zu deuten. Welche Banken unterstützt werden, sehen Sie unter Kontoauszug umwandeln.

Häufige Fragen

Was bedeutet der GVC im Kontoauszug? Er ist ein dreistelliger Code, der die Art einer Buchung kennzeichnet, etwa Überweisung, Lastschrift oder Gebühr. Festgelegt wird er von der Deutschen Kreditwirtschaft.

Wo finde ich den GVC? Im MT940-Format an den ersten drei Stellen des Feldes :86:, direkt vor Buchungstext und Verwendungszweck.

Muss ich die Codes kennen? Für den Alltag nicht. Wichtig ist nur zu wissen, dass Software sie zum Vorsortieren nutzt und dass ein unbekannter Code eine Buchung falsch einordnen kann.

Was tun, wenn eine Buchung nach dem Import falsch zugeordnet ist? Prüfen Sie den GVC dieser Buchung. Oft liegt es daran, dass das Programm diesen Code nicht oder falsch zugeordnet hat.