Die IBAN identifiziert ein Bankkonto eindeutig über Landesgrenzen hinweg. Sie ersetzt seit der vollständigen SEPA-Umstellung am 1. Februar 2014 die frühere Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl im inländischen wie grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
Aufbau einer deutschen IBAN
Eine deutsche IBAN ist immer 22 Zeichen lang:
| Position | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| 1–2 | Ländercode | DE |
| 3–4 | Prüfziffern | 89 |
| 5–12 | Bankleitzahl (BLZ) | 37040044 |
| 13–22 | Kontonummer (links mit Nullen aufgefüllt) | 0532013000 |
Beispiel: DE89 3704 0044 0532 0130 00. Die Prüfziffern werden nach ISO 7064 (Modulo 97-10) berechnet und schützen vor Tippfehlern.
Wofür wird die IBAN verwendet?
- SEPA-Überweisungen und SEPA-Echtzeitüberweisungen (SCT Inst)
- SEPA-Lastschriften (Basis und Firmen)
- Identifikation des Kontos in Kontoauszügen (PDF, MT940, CAMT.053)
- DATEV-Import: Die IBAN ist Standardfeld in jedem Buchungsstapel
- Rechnungen: Pflichtangabe nach §14 UStG bei Banküberweisung
BIC – noch nötig?
Im SEPA-Raum ist der BIC (Business Identifier Code) seit Februar 2016 für Inlandsüberweisungen nicht mehr notwendig ("IBAN-only"). Bei Überweisungen ausserhalb des SEPA-Raums sowie bei manchen Auslandsüberweisungen wird der BIC weiterhin verlangt.
Häufige Fehler
- Bankleitzahl statt IBAN angeben: Wird seit 2014 nicht mehr verarbeitet.
- Leerzeichen unterschiedlich gesetzt: Beim elektronischen Erfassen werden alle Leerzeichen ignoriert – sie dienen nur der Lesbarkeit.
- Alte BLZ verwenden: Bei Bankenfusionen ändert sich oft die BLZ und damit die IBAN. Die Bank informiert in solchen Fällen über die neue IBAN.
