Der BIC identifiziert weltweit eine Bank oder Bankniederlassung. Er wird von SWIFT vergeben und im Zahlungsverkehr meist synonym zum Begriff "SWIFT-Code" verwendet.
Aufbau
Ein BIC ist 8 oder 11 Zeichen lang und besteht aus festen Blöcken:
| Block | Länge | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Bankcode | 4 | Bank-Kürzel (alphabetisch) | COBA |
| Ländercode | 2 | ISO 3166 | DE |
| Ortscode | 2 | Stadt | FF |
| Filialcode | 3 | Optional, Zweigstelle | XXX |
Beispiel Commerzbank Frankfurt: COBADEFFXXX. Wenn die letzten drei Stellen fehlen, ist die Hauptstelle gemeint.
Pflicht oder nicht?
Seit dem 1. Februar 2016 ist der BIC bei SEPA-Inlandsüberweisungen und Überweisungen in andere SEPA-Staaten nicht mehr erforderlich ("IBAN-only"). Die IBAN enthält bereits alle Informationen, die für die Weiterleitung gebraucht werden.
Pflicht bleibt der BIC bei:
- Überweisungen ausserhalb des SEPA-Raums
- SWIFT-Zahlungen mit Devisenumtausch
- Manchen Multibanking- oder ERP-Systemen, die ihn aus Validierungsgründen verlangen
BIC und Bankenfusion
Bei Bankenfusionen ändert sich oft der BIC. Bestehende Daueraufträge laufen meist trotzdem weiter, weil die Banken Routing-Tabellen pflegen. In der eigenen Stammdatenpflege (Buchhaltung, ERP) sollte der BIC dennoch zeitnah aktualisiert werden, vor allem für Auslandszahlungen.
Wo steht der BIC?
- Auf der Bankkarte oder im Online-Banking unter den Kontodetails
- Auf jedem Kontoauszug im Kopfbereich
- Im IBAN-Rechner der Deutschen Bundesbank
- In CAMT.053-Auszügen unter
BICbzw.BICFI
Wer eine IBAN hat, aber keinen BIC, kann ihn über öffentliche IBAN-Rechner ableiten – ein Anruf bei der Bank ist dafür nicht nötig.
