← Glossar

BIC (BIC)

Auch bekannt als: SWIFT-Code, SWIFT-BIC

Der BIC (Business Identifier Code) ist die internationale Bankleitzahl nach ISO 9362. In Deutschland ist er für SEPA-Inlandsüberweisungen seit 2016 nicht mehr nötig, bleibt aber für Auslandszahlungen wichtig.

Der BIC identifiziert weltweit eine Bank oder Bankniederlassung. Er wird von SWIFT vergeben und im Zahlungsverkehr meist synonym zum Begriff "SWIFT-Code" verwendet.

Aufbau

Ein BIC ist 8 oder 11 Zeichen lang und besteht aus festen Blöcken:

BlockLängeBedeutungBeispiel
Bankcode4Bank-Kürzel (alphabetisch)COBA
Ländercode2ISO 3166DE
Ortscode2StadtFF
Filialcode3Optional, ZweigstelleXXX

Beispiel Commerzbank Frankfurt: COBADEFFXXX. Wenn die letzten drei Stellen fehlen, ist die Hauptstelle gemeint.

Pflicht oder nicht?

Seit dem 1. Februar 2016 ist der BIC bei SEPA-Inlandsüberweisungen und Überweisungen in andere SEPA-Staaten nicht mehr erforderlich ("IBAN-only"). Die IBAN enthält bereits alle Informationen, die für die Weiterleitung gebraucht werden.

Pflicht bleibt der BIC bei:

  • Überweisungen ausserhalb des SEPA-Raums
  • SWIFT-Zahlungen mit Devisenumtausch
  • Manchen Multibanking- oder ERP-Systemen, die ihn aus Validierungsgründen verlangen

BIC und Bankenfusion

Bei Bankenfusionen ändert sich oft der BIC. Bestehende Daueraufträge laufen meist trotzdem weiter, weil die Banken Routing-Tabellen pflegen. In der eigenen Stammdatenpflege (Buchhaltung, ERP) sollte der BIC dennoch zeitnah aktualisiert werden, vor allem für Auslandszahlungen.

Wo steht der BIC?

  • Auf der Bankkarte oder im Online-Banking unter den Kontodetails
  • Auf jedem Kontoauszug im Kopfbereich
  • Im IBAN-Rechner der Deutschen Bundesbank
  • In CAMT.053-Auszügen unter BIC bzw. BICFI

Wer eine IBAN hat, aber keinen BIC, kann ihn über öffentliche IBAN-Rechner ableiten – ein Anruf bei der Bank ist dafür nicht nötig.

Verwandte Begriffe