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Bankleitzahl (BLZ)

Auch bekannt als: BLZ

Die Bankleitzahl (BLZ) ist eine achtstellige Kennung für deutsche Kreditinstitute. Sie ist Bestandteil jeder deutschen IBAN und wird von der Bundesbank vergeben.

Die Bankleitzahl ist die nationale Kennziffer eines deutschen Kreditinstituts oder einer Filiale. Sie wurde 1970 eingeführt und wird von der Deutschen Bundesbank in einem öffentlichen Verzeichnis geführt, das viermal pro Jahr aktualisiert wird.

Aufbau

Die BLZ besteht immer aus acht Ziffern:

StelleBedeutung
1Bankplatz/Region (Clearing-Gebiet)
2–3Ort innerhalb der Region
4Bankengruppe (z. B. 4 = Genossenschaftsbank, 5 = Sparkasse)
5–8Eindeutige Banknummer/Filiale

Beispiel: 37040044 – die 370 steht für Köln, die 4 weist auf eine Privatbank hin, 0044 ist die Commerzbank-Filiale.

BLZ in der IBAN

Eine deutsche IBAN besteht aus 22 Zeichen. Die BLZ steht in den Stellen 5–12:

DE 89 37040044 0532013000 Land · Prüfziffer · BLZ · Kontonummer

Wer also eine IBAN hat, kann die zugehörige BLZ direkt ablesen.

Aktuelle Bedeutung

Seit dem 1. Februar 2014 (vollständige SEPA-Umstellung) wird die BLZ im Zahlungsverkehr nicht mehr eigenständig verwendet. Überweisungen und Lastschriften laufen ausschliesslich über IBAN. Trotzdem ist die BLZ weiterhin relevant:

  • Sie ist Bestandteil jeder IBAN-Berechnung
  • Bei Bankenfusionen ändert sich die BLZ und damit die IBAN
  • DATEV-, lexoffice- und sevDesk-Stammdaten halten BLZ und Bankname für Analysen vor
  • In MT940-Dateien erscheint die BLZ im Feld :25:

Bei Fusion: neue IBAN

Wenn zwei Banken fusionieren, erhalten Kunden einer der beiden Banken in der Regel eine neue IBAN, weil sich die BLZ ändert. Die Bank informiert frühzeitig, alte IBANs werden meist eine Übergangszeit weiter geleitet, sollten aber zeitnah in den eigenen Stammdaten ersetzt werden.

Verwandte Begriffe