Die SEPA-Lastschrift ersetzt seit 2014 die deutschen Verfahren Einzugsermächtigung und Abbuchungsauftrag. Sie wird von Versorgern, Vereinen, Online-Shops und Abomodellen täglich millionenfach verwendet.
Zwei Varianten
| Merkmal | SEPA-Basislastschrift (CORE) | SEPA-Firmenlastschrift (B2B) |
|---|---|---|
| Zahler | Privatperson oder Unternehmen | Nur Unternehmen / Selbstständige |
| Mandat | Schriftlich oder elektronisch | Schriftlich, Bank muss es prüfen |
| Rückgabefrist Zahler | 8 Wochen ab Belastung | Keine (sofort fällig) |
| Bei unautorisierter Lastschrift | 13 Monate | 13 Monate |
| Vorlauffrist | 1 Bankarbeitstag (COR1) | 1 Bankarbeitstag |
Mandat und Gläubiger-ID
Jeder Lastschrifteinzug benötigt:
- Gläubiger-Identifikationsnummer (Creditor Identifier, CI): Eindeutige Kennung des Lastschrift-Einreichers, in Deutschland von der Bundesbank vergeben (Format
DE98ZZZ09999999999). - Mandatsreferenz: Vom Gläubiger frei vergebene Kennung pro Mandat (max. 35 Zeichen).
- Unterschriebenes oder elektronisch erteiltes Mandat des Zahlers.
Beide Werte (CI und Mandatsreferenz) erscheinen in jedem Kontoauszug und in CAMT.053 unter MndtId bzw. CdtrSchmeId.
Lebenszyklus einer Lastschrift
- FRST – Erste Lastschrift unter einem neuen Mandat.
- RCUR – Folgelastschrift im laufenden Mandat.
- OOFF – Einmal-Lastschrift (One-Off).
- FNAL – Letzte Lastschrift; Mandat erlischt danach.
Diese Sequenztypen beeinflussten früher Vorlauffristen; seit COR1 (1 Tag) ist der Unterschied praktisch entfallen.
Rückgabegründe
Die häufigsten R-Transaktionen (Returns):
AC04– Konto geschlossenAC06– Konto gesperrtAM04– Unzureichende DeckungMD06– Widerspruch des Zahlers (innerhalb 8 Wochen)MD01– Kein gültiges Mandat
In der Buchhaltung werden Rückläufer als gegenläufige Buchung mit Gebühren erfasst und müssen der Originalforderung wieder zugeordnet werden.
