Der Verwendungszweck wandert vom Zahler über die Bankensysteme zum Zahlungsempfänger und landet dort im Kontoauszug. In SEPA-Nachrichten heisst er offiziell Remittance Information und ist auf maximal 140 Zeichen begrenzt.
Strukturiert oder unstrukturiert?
SEPA kennt zwei Felder:
| Feld | Verwendung |
|---|---|
RmtInf/Ustrd | Unstrukturierter Freitext (bis 140 Zeichen) |
RmtInf/Strd | Strukturierter Verwendungszweck mit Referenzcodes |
In Deutschland wird fast ausschliesslich das unstrukturierte Feld benutzt. Der strukturierte Verwendungszweck ist im B2B-Bereich zwar definiert, in der Praxis aber selten verbreitet.
Was sollte drinstehen?
Damit die Buchhaltung die Zahlung automatisch zuordnet, sollte der Verwendungszweck folgende Angaben enthalten:
- Rechnungsnummer – wichtigste Information, idealerweise am Anfang
- Kundennummer oder Mandantennummer
- Knappe Leistungsbeschreibung
- Optional: Mahnstufe, Skonto-Hinweis, Rechnungsdatum
Beispiel: RG 2026-04-1234, Kd 87654, Hosting Apr 2026
Wo erscheint der Verwendungszweck?
| Format | Position |
|---|---|
| MT940 | Feld :86:, Subfelder ?20–?29 |
| CAMT.053 | Ntry/NtryDtls/TxDtls/RmtInf/Ustrd |
| Online-Banking | Spalte "Verwendungszweck" oder "Buchungstext" |
| DATEV-Buchungsstapel | Felder "Buchungstext" und "Beleginfo 1/2" |
Bei MT940 wird der Text auf 27 Zeichen pro Subfeld umgebrochen, daher gehen lange Verwendungszwecke häufig nicht ohne Lücken durch. CAMT.053 überträgt den vollständigen Text in einem Block.
Häufige Fehler
- Zu allgemein ("Rechnung", "Zahlung Müller") – unmöglich automatisch zuzuordnen
- Sonderzeichen wie
€oder&– manche Banken filtern oder ersetzen sie - Mehrere Rechnungsnummern in einer Sammelüberweisung ohne Trennzeichen
- Wechsel der Rechnungsnummer-Logik ohne Hinweis an Kunden – führt zu vielen unzuordenbaren Zahlungseingängen
Saubere Verwendungszwecke sparen in jeder Buchhaltung erhebliche Zeit – und sie sind die Grundlage dafür, dass automatische Vorkontierung in lexoffice, sevDesk oder DATEV funktioniert.
